KuuNa - Kultur und Natur

 

 

Bildungsprojekte in Kindergärten und Schulen

Fortbildungsveranstaltungen für pädagogische Fachkräfte

 

Themenübersicht

 

Interkulturelles Lernen - Indianer
 

 

       

Ben Wolf, Kiowa

 

Ben Wolf und Carmen Kwasny

 

Deanie Lucero, Kiowa

 


 

 

Rhythmus und Bewegung - Workshops zur Förderung des Rythmusgefühls
 

Detaillierte Informationen sind weiter unten auf dieser Seite zu finden. Bitte runterscrollen.

 

   

Percussion-Workshop
"Der Klang der Trommel"

 

Kinder-Workshop mit
Trollfrau Fridoline

 


 

 

Raus aus dem Gedanken-Karussell - Die Kunst Gedanken zu meistern

Ein entspannendes Seminar

 

 

 

Weitere Informationen sind ganz unten auf dieser Seite zu finden. Bitte runterscrollen.

 

 


 

 

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Themenbereichen

 

Interkulturelles Lernen - Indianer

 

Projekte zum Thema "Indianer" sind besonders in pädagogischen Einrichtungen äußerst beliebt. Seit mittlerweile 26 Jahren berate ich Kindergärten und Schulen bei der Durchführung von Projekten, bei denen es darum geht, den Kindern Wissen über indianische Nationen zu vermitteln. So oft wie möglich arbeite ich dabei mit Native Americans aus den USA und Kanada zusammen.
 

 

       

Deanie Lucero, Kiowa

 

Carmen Kwasny im Tipi

 

Finn Yazzie, Navajo


 

Wichtige Hintergrundinformationen und einige Dinge,

die uns sehr am Herzen liegen

 

Bevor wir näher darauf eingehen, was wir alles zum Thema "Interkulturelles Lernen - Indianische Nationen" anbieten können, möchten wir auf einige wichtige Dinge hinweisen, damit es später während des Projekts keine Missverständnisse gibt. Leider stellen wir immer wieder fest, dass Klischeevorstellungen nicht nur unter den Kindern weit verbreitet sind. Auch viele Eltern, LehrerInnen und ErzieherInnen sind oft nicht ausreichend informiert. Einer der Gründe besteht darin, dass fast alle Unterrichtsmaterialien, die auf dem deutschen Markt erhältlich sind, von Europäern und nicht von den Native Americans selbst verfasst wurden. Der größte Teil der sogenannten "Fachliteratur", die in Kindergärten und Schulen verwendet wird, weist gravierende Fehler auf und ist zum Teil sogar als respektlos zu bezeichnen. Für unsere indianischen Gäste ist dies ein ständiges Ärgernis. Ein Beispiel sind Bastelanleitungen für die sogenannte Friedenspfeife. Viele indianische Nationen verwenden die Bezeichnung Heilge Pfeife und es handelt sich dabei um einen geweihten Gegenstand, der zum Beten verwendet wird. Native Americans empfinden es als respektlos, wenn Gegenstände, die ihnen heilig sind, nachgebaut und als Spielzeug verwendet werden. Ein Totempfahl steht auch definitiv nicht in einem Tipi-Dorf, sondern an der Nordwestküste und die dort ansässigen indianischen Nationen unterscheiden sich in Kultur und Sprache massiv von den als Prärieindianern bezeichneten Völkern, die den Bisons folgten, was mit einem großen und sehr schweren Totempfahl im Gepäck garnicht möglich gewesen wäre. Mal ganz abgesehen davon, dass man an diesen Pfählen auch keine Gefangenen zu Tode gemartert hat.
 

 

       

Panorama-Bild "Ein Dorf an der
Nordwestküste" - Gruppenarbeit

 

Tipi-Dorf der
Prärieindianer

 

Wigwam-Modell und Rindenkörbchen
Thema "Waldlandindianer"

 

Wir kennen auch keinen einzigen Native American, der sich mit der Hand auf den Mund schlägt, um den Ruf zu erzeugen, der hierzulande als "Indianergeheul" bezeichnet wird, was ganz nebenbei bemerkt, eine Bezeichnung ist, die rassistische Züge aufweist. Das wird in dem Moment deutlich, in dem man das Wort "Indianer" herausnimmt und durch den Namen einer anderen Nation ersetzt. Dies sind nur einige Beispiele von vielen. Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass diese falsche Wissensvermittlung in fast allen Fällen nicht mit böser Absicht geschieht, sondern dass es sich dabei einfach nur um Unwissenheit handelt. In Deutschland gibt es viele Menschen, die sich mit Native Americans auf eine ganz besondere Art und Weise verbunden fühlen und deshalb sind viele entsetzt, wenn sie erfahren, dass sie Klischeevorstellungen an die Kinder weitergeben. Es liegt ihnen bestimmt fern, die Gefühle von Native Americans zu verletzen und trotzdem geschieht dies unbeabsichtigt immer wieder. Umso wichtiger ist es, dafür zu sorgen, dass der kulturelle Austausch nicht durch Missverständnisse getrübt wird, die sich durch die richtigen Informationen vermeiden lassen.

Leider hören wir auch sehr oft das Argument: "So stellen sich unsere Kinder die Indianer nun mal vor und wir sollten ihnen diese Vorstellungen nicht kaputt machen." Oft folgt dann noch die Bemerkung: "Hauptsache, die Kinder haben ihren Spaß!" Diese Aussagen implizieren, dass es in Ordnung ist, Kindern falsche Informationen zu geben, solange sie ihren Spaß daran haben.
Das steht jedoch ganz klar im Widerspruch zum Bildungsauftrag. Wir haben im Laufe der vielen Jahre die Erfahrung gemacht, dass sowohl die Kinder, als auch die Erwachsenen jede Menge Spaß an unseren kulturellen Veranstaltungen haben, obwohl wir uns weigern, die gängigen Klischees zu bedienen und wir es auch nicht zulassen, dass die Kulturen anderer Nationen in unserem Beisein verkitscht werden. Uns fällt immer wieder auf, dass besonders die Kinder ein sehr großes Interesse daran haben zu erfahren, wie es wirklich war und ist. Die Kinder reagieren viel offener auf neue Informationen, als viele Erwachsene, die nicht von den Vorstellungen aus ihrer eigeenen Kindheit abweichen wollen. Dabei verliert der kulturelle Austausch überhaupt nichts von seiner Faszination, wenn man die ganzen Klischees weglässt - ganz im Gegenteil. Es geschieht sehr oft, dass Kinder sich standhaft weigern, ein Pappstirnband mit einer bunten Feder und einen Jutesack mit Fransen anzuziehen, nachdem sie an unseren Workshops teilgenommen haben. "So etwas ziehen Indianer nicht an!" rufen sie dann empört.

 

   

Ben Wolf, Kiowa aus Oklahoma zu Gast in einer
deutschen Schule

 

Ben bringt immer viele Gegenstände mit, um sie
den Kindern zu erklären.

 

Es geht auch anders

"Die Basis für einen kulturellen Austausch ist der gegenseitige Respekt"

 

Um mit all diesen falschen Vorstellungen endlich aufzuräumern, bieten wir Fortbildungsveranstaltungen für LehrerInnen und ErzieherInnen und Informationsabende für die Eltern an. Für die Kinder haben wir ein breitgefächertes Angebot an Workshops für alle Altersstufen mit vielen spannenden Aktivitäten, wie z.B. den Bau eines Wigwams (Haus der Waldlandindianer). Den passenden Rahmen bietet unser mobiles Kinder-Tipi-Erlebnisdorf, eine Spiellandschaft, die wir sogar in einer Turnhalle aufbauen können. Die Tipis im Kleinformat wurden von Kindern unter der Anleitung eines indianischen Kunstlehrers bemalt.
 

 

       

Wigwam-Bau während der Waldwochen

 

Kindertipi

 

Tipi-Verschlussstifte ;-)

 

 

Programminhalte unserer Fortbildungsveranstaltungen

   

             
  • Begrüßung und Einführung in das Thema
  • Brainstorming "Was fällt uns zum Thema "Indianer" ein?
  • Bei welchen Vorstellungen handelt es sich um Klischees?
  • Unterschiede zwischen den verschiedenen indianischen Nationen anhand einiger Beispiele
  • Projektbausteine
  • Lerninhalte
 
  • Raumgestaltung
  • Bastelangebote
  • Aktivitäten für Drinnen und Draußen
  • Indianische Spiele
  • Musik und Tanz
  • Wichtige Informationen für Eltern
  • Gestaltung des Elternabends
  • Planung eines Festes oder einer Präsentation
  • Weitere Fragen

 

Weiterführende Links:

 

Fotoimpressionen eines Kindergarten- und Grundschulprojekts mit Erklärungen

Indianer - Wissen aus erster Hand

Kulturprogramme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Kinder-Tipi-Erlebnisdorf

 

 


 
 

"Rhythmus und Bewegung"

Workshops zur Förderung des Rythmusgefühls

 

Dieses Thema bieten wir als Fortbildungsveranstaltung für pädagogische Fachkräfte, als Elternabend und als Workshop für Kinder und Jugendliche an. Bei der Fortbildungsveranstaltung und beim Elternabend geht es darum, den Teilnehmern einfache, aber sehr effektive Übungen und Spiele zu zeigen, die dazu dienen, das Rhythmusgefühl, die Koordination und die Körperwahrnehmung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Mal abgesehen davon, dass es das Ziel der Veranstalung ist, dieses Wissen später Schritt für Schritt an die Kinder weitergeben zu können, tun diese Übungen auch uns Erwachsenen gut. Nicht nur, weil sie unsere eigenen Fähigkeiten auf diesen Gebieten schulen, sondern auch, weil es dabei jedesmal eine ganze Menge zu Lachen gibt (z.B. bei der lustigen Zoo-Parade). Der Workshop beginnt nach einer Einführung in das Thema erst einmal mit ganz einfachen Bewegungen und Übungen. Wir laufen rhythmisch auf der Stelle und stampfen dabei mit den Füßen. Klappt das schon ganz gut, dann nehmen wir noch die Hände mit dazu und schließlich die Stimme. So nach und nach werden die Bewegungen immer komplexer. Sobald die ganze Gruppe gemeinsam in einem Rhythmus stampft und klatscht, fangen wir damit an, verschiedene Rhythmen miteinander zu kombinieren. Bis zu diesem Punkt kommt nur der Körper zum Einsatz und es ist erstaunlich, was für eine Soundkulisse eine ganze Gruppe auf diese Art und Weise erzeugen kann. Nach einer Pause machen wir uns mit verschiedenen Percussion-Instrumenten vertraut. Dazu gehören auch acht indianische Rahmentrommeln.

 

 

 

Die bereits vertrauten Übungen werden nun wiederholt mit dem Unterschied, dass jetzt jeder ein Instrument in den Händen hält, das im Einklang mit dem Laufen und Stampfen eingesetzt wird. Der Takt lässt sich wesentlich einfacher halten, wenn wir uns selbst in einer gleichmäßigen Bewegung befinden, besonders dann, wenn sich die ganze Gruppe im gleichen Rhythmus bewegt. Wir wechseln zwischendurch mehrmals die Instrumente. Sobald auch diese Übungen gut funktionieren, kann es richtig losgehen. Verschiedene Rhythmen werden miteinander kombiniert. Das erfordert eine ganze Menge an Konzentration, weil die Gruppe, die gegenüber steht, jeweils einen anderen Takt spielt. Im Anschluss an diese rhythmischen Übungen probieren wir verschiedene Spiele aus, die nicht nur das Rhythmusgefühl, sondern auch das genaue Hinhören fördern. Gegen Ende des Workshops können wir auf Wunsch eine Zeit lang gemeinsam frei musizieren. Das macht viel Spaß und stärkt das Gruppengefühl. Wir können diesen Workshop noch erweitern, indem wir verschiedene Klanginstrumente mit hinzunehmen. Dabei geht es in erster Linie darum, die Klänge im Körper zu spüren. Es tut gut, den Workshop auf diese Art und Weise ausklingen zu lassen und nach soviel Action Schritt für Schritt in die Stille zu gehen.

 


 

 

Abschalten und Entspannen

Ohne störende Gedanken das Leben genießen

 

Viele Menschen kommen nicht zur Ruhe, weil sich ihnen ständig neue Gedanken aufdrängen und ganz gleich, was sie auch tun, sie sind nicht dazu in der Lage, diesen unablässigen Gedankenfluss zu stoppen. Solange jedoch ein Gedanke den anderen jagt, ist es nicht möglich, sich komplett zu entspannen. Den Teilnehmern werden verschiedene Wege aus dem Gedanken-Dschungel gezeigt. Ausführliche Informationen über dieses Seminar und ergänzende Workshops sind auf der Seite "Abschalten und Entspannen" zu finden.
 

 

 

 

 

 

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